Die Nacht der Gummihühner und benutzten Taschentücher
Das Abschlussfest der 4.Klässler der „Kulen Kiste“
Viele der acht Kinder, die am 18.6. zum Abschlussfest in die „Kule Kiste“ kamen, waren schon seit dem 1.Schuljahr in der Betreuung des Schülchens. Vier Jahre sind eine lange Zeit und der Übergang zu den weiterführenden Schulen immer noch ein großer Schritt, also Grund genug so ein richtig schönes, würdiges Abschlussfest auszurichten.
Das es abends um sieben erst losgehen würde, deutete schon daraufhin, dass das kein ganz normales Schulfest wird. Die Vorfreude auf die anstehende Übernachtung in den Betreuungsräumen war den Kindern bei der Ankunft schon anzusehen. Das sie aber noch einiges mehr erwarten würde, hatten sie bereits beim Lesen der Einladung geahnt. Sie wurden gebeten eine Taucherbrille, eine Tube Senf und fünf einmal benutzte Taschentücher mitzubringen, die sie für eine Rallye der ganz besonderen Art noch brauchen würden.
Die Rallye führte die Kinder bis tief in den Wald, wo sie große Herausforderungen überstehen mussten, für die sie als Belohnung jeweils ein goldenes Drachenei erhalten würden. Wenn sie es schafften, alle Aufgaben zu lösen und alle Eier zurückzubringen, würde sie am Ende ein großer Goldschatz erwarten. Das auch 4.Klässler noch nicht zu groß sind für Drachengeschichten, konnte man dann an dem Feuereifer erkennen, mit dem sich die Kinder ins Zeug legten. Los ging es auf dem Schulhof beim Taschentuch-Weitwurf, bei dem einige herausfanden, dass sich die Flugeigenschaften sehr verbessern lassen, wenn der Inhalt der Taschentücher besonders schwerwiegend ist. Dann musste einer bösartigen und flinken Hexe eine Drachen-Nachricht gemopst werden, in der trickige Hinweise für den weiteren Verlauf der Rallye zu finden waren.
Die Kinder fanden schnell heraus, dass keines der Spiele zu gewinnen war, wenn man nicht als Mannschaft perfekt zusammen arbeitete. Keiner arbeitete für sich, sondern jeder für alle, wenn zum Beispiel ein quietschendes Gummihuhn seiner lauernden Mutter entrissen werden musste oder ein Holzweg für alle aus denkbar wenig Material gebaut werden sollte. Nur so schafften sie es schließlich in der einsetzenden Dunkelheit erschöpft aber glücklich in der „Kulen Kiste“ zu landen, wo auf sie der Goldschatz schon wartete und ein gemütliches Lagerfeuer, an dem noch lange Stockbrot und Würstchen gegrillt wurde und man Geschichten aus der vergangenen Schulzeit austauschte und viel miteinander lachte. Nach einer kurzen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück gingen acht Kinder nach Hause, die hoffentlich noch genauso oft an dieses Fest zurückdenken werden wie ihre Betreuerinnen.
Wir wünschen unseren 4.Klässlern einen guten Start an ihren neuen Schulen und würden uns sehr freuen, wenn sie uns noch oft besuchen kämen.
(Juli 2010)
Philosophie für Kinder
… oder Quatschen über Gott und die Welt
Haben Sie auch ein Kind zu Hause, dass Ihnen Löcher in den Bauch fragt und so Dinge von Ihnen wissen möchte, wie „Was kommt nach dem Tod?“ und „Wie ist das Leben entstanden?“
Solche Kinder gibt es in der „Kulen Kiste“, der Offen Ganztagsschule des Mucher Schülchens, selbstverständlich auch und deshalb wurde es einfach mal Zeit, dass wir diesen Fragen versuchen auf den Grund zu gehen. Innerhalb einer sieben Stunden umfassenden AG konnten sechs Kinder der 2. und der 3. Klasse einmal über alles reden, was sie schon „seit Jahren“ (Zitat) so beschäftigt.
Die Kinder durften sich die Themen selber aussuchen und so wurden so schwierige Probleme behandelt, wie die Frage nach dem Anfang und dem Ende des Weltalls, ob es Engel wirklich geben könnte oder was unsere Träume wohl zu bedeuten haben.
So spannend wie die vielen Fragen waren, so spannend waren auch die Antworten, die die Kinder dann fanden. Zum Beispiel: „Ich habe mal gelesen, wenn man mit dem Raumschiff ganz, ganz weit fährt, knallt man irgendwann gegen die Scheibe.“ Oder: „Ich habe mich auch schon gewundert, wie gar nichts sein kann.“ Und: „Vielleicht lebt man nach dem Tod irgendwann wieder und buddelt sich aus seinem Grab aus.“ Zum Schluss noch eine der wichtigsten Erkenntnisse überhaupt: „Die Philosophie endet genauso nicht wie die Zahlen.“ Genauso ist es und die Kinder hätten am liebsten noch lange, lange, lange weiter philosophiert. Doch als kleinen Trost gab es am Ende der AG für jeden ein kleines Buch mit vielen Aussprüchen der Kinder und viel Platz, um noch mehr philosophische Gedanken dort einzutragen.
Ein Tipp für zu Hause: Philosophieren Sie mit ihren Kindern mal wieder. Sie werden sehen, es lohnt sich.
(Sommer 2010)
Osterferien in der „Kulen Kiste“
Was war zuerst da: das Huhn oder das Ei?
Sie finden, Häschen-Witze sind out? Sie glauben, dass Ostereier nicht innen drin grün und rot sein können? Sie können sich nicht vorstellen, dass Kinder in 10 Minuten ein Theaterstück rund um das Thema Ostern auf die Beine stellen? Dann hätten sie mal in der ersten Osterferienwoche in der Offenen Ganztagsgrundschule in der Schulstraße vorbeischauen sollen. Sie wären sicher ins Staunen gekommen.
Alle Kinder lieben ihre Ferien, aber die Ganztagskinder der Mucher Grundschulen lieben ihre Ferien ganz besonders. Neben all dem was an Ferien nämlich sonst schon so toll ist, gibt es hier immer auch noch Sachen zu erleben und auszuprobieren, die neu, lustig und spannend sind und die man sonst in der Form nirgendwo geboten bekommt.
In diesen Osterferien sollte sich alles rund ums Ei drehen, was ja erst Mal nichts wirklich Besonderes ist, so kurz vor dem Osterfest. Los ging es am Montag mit dem morgendlichen Sitzkreis, in dem dies Mal als erstes zwei Gruppen gebildet wurden, die die ganze Woche als Mannschaft zusammen bleiben und Punkte sammeln sollten. Im Sitzkreis wurden die Kinder erst einmal mit Hilfe von Paula, einem großen Pappmaché-Huhn, auf das Thema eingestimmt. Anschließend startete auch schon das erste Spiel. In einem Staffellauf mussten von jeder Mannschaft so viele kleine Schokoeier gegessen werden wir möglich. Dann waren in der ganzen Betreuung kleine Filz-Häschen versteckt, die über die ganze Woche gesucht werden konnten und wirklich an den ungewöhnlichsten Plätzen zu finden waren. (Manche tauchten auch noch nach den Ferien hier und da auf.) Der Nachmittag verging wie im Fluge beim Eierfilzen und bei einem „Ei“-Suchspiel, bei dem innerhalb von zehn Minuten in Zeitungen und Zeitschriften so viele „Ei“s wie möglich gefunden und auf ein großes Pappe-Ei geklebt werden mussten.
Am nächsten Tag entdeckten die Kinder unter Paula, dem Pappmaché-Huhn, eine große Menge an Kunststoff-Eiern. Doch es stellte sich heraus, dass genau ein Ei fehlte, so dass die Kinder eine Variante der „Reise nach Jerusalem“ spielten, um zu ermitteln, wer denn nun ohne Ei bleiben würde. Danach konnte, wer wollte, selber einen kleinen Hasen oder ein Huhn nähen. Zum Mittagessen sollte es eine Möhren-Kartoffelsuppe geben, bei deren Herstellung die Kinder helfen durften und am Nachmittag sollten die beiden Gruppen in einem Schnelligkeitsspiel so viele Begriffe wie möglich rund um Ostern finden. Damit das aber noch ein wenig spannender wurde, hatten die Kinder beim Sprechen Tischtennisbälle im Mund.
Am Mittwochvormittag zog ein herrlicher Duft von selbstgebackenen Hefe-Hasenbrötchen durch die „Kule Kiste“ und unter Paula gab es wieder neue Eier zu entdecken. Diese sahen auf den ersten Blick ganz normal aus, aber beim Öffnen stellten die Kinder fest, dass sich innen drinnen Götterspeise befand. Die Überraschung war gelungen. Nach dem Essen gab es dann einen spannenden Film aus der Reihe „W wie Wissen“ zu sehen und sie glauben es kaum, aber auch der drehte sich rund ums Thema Ei. Mit so viel neuem Wissen gerüstet konnte es dann an die schweren Eierrätsel gehen, bei denen sich die Kinder aber wacker schlugen und zum Schluss wurden noch einige Runden „Ostermaler“ gespielt, frei nach den „Montagsmalern“.
Der Gründonnerstag stellte dann den Höhepunkt der Woche dar. Die Kinder sollten mit ein paar Requisiten innerhalb von zehn Minuten ein Theaterstück auf die Beine stellen. Nur zehn Minuten Zeit um sich ein kurzes Stück zu überlegen, Rollen festzulegen und die Schauspieler zu verkleiden. Aber die Ergebnisse waren mehr als überzeugend und die Jury hatte es schwer zu entscheiden, wer denn nun die kreativere Gruppe gewesen war. Mit einem ganz knappen Vorsprung ging die gelbe Mannschaft als Sieger hervor und holte damit auch den Gesamtsieg der ersten Ferienwoche. Was die Kinder dann in der Woche nach dem Osterfest in der „Rasselbande“, der OGS Klosterstraße, erwartete, erfahren sie demnächst an gleicher Stelle.
Also, seien Sie gespannt. Fortsetzung folgt.
(Frühjahr 2010)
Herbstferien in der "Kulen Kiste"
Ferien sind toll. In den Ferien kann man alles viel geruhsamer angehen lassen. Man muss sich nicht hetzen, hat aber endlich auch mal Zeit, all die Dinge zu machen, zu denen man sonst nicht kommt.
Und genau so sehen die Ferienprogramme in der Offenen Ganztagsgrundschule aus: Man lässt den Tag gemütlich mit einem gemeinsamen Frühstück beginnen, hat genug Zeit, die Seele baumeln zu lassen, so ganz ohne Schulstress, aber es gibt auch immer ein Programm, mit einem interessanten Thema, das einmal ganz in Ruhe, von allen Seiten angeschaut werden kann. In diesen Herbstferien sollte das Thema „Papier“ heißen und bald staunten die Kinder, was es rund um diesen alltäglichen Gegenstand alles zu wissen und zu erfahren gab. Da wurde das Geheimnis der Wasserzeichen geklärt und woher es kommt, dass das Toilettenpapier so weich ist. Da wurden Papierflieger und Papierketten gebastelt. Es gab Papier das man essen kann und die Kinder konnten sogar ihr eigenes Papier herstellen und ein richtiges Buch selber basteln und binden.
Die allerletzten Fragen rund um dieses Thema beantwortete dann ein waschechter Papierexperte. An dieser Stelle möchten wir noch einmal ganzn herzlich Reinhard Lacher danken, für seinen spannenden Vortrag über die Papierherstellung von ihren Anfängen bis heute.
Ein weiterer Höhepunkt stand dann am letzten Ferientag an: Ein Ausflug zum Bilderbuchmuseum, in Troisdorf. Alleine schon die Busfahrt dorthin war für die Kinder total aufregend. Im Museum selber dann wurden sie aber von einer Märchenerzählerin in Empfang genommen, die mit ihrer spannenden Erzählung so sehr die Fantasie der Kinder beflügelte, dass diese danach umgehend daran gingen das erzählte Märchen, jeder auf seine ganz eigene Art, in die mitgebrachten, selbst gebastelten Bücher zu übertragen. Manche arbeiteten sogar noch auf der Rückfahrt im Bus an ihrem Buch.
Erschöpft aber zufrieden wieder in der „Kulen Kiste“ angekommen, konnten die Kinder dann in einem letzten Sitzkreis ihre Erfahrungen aus diese Ferienbetreuung wiedergeben und alle waren sich einig, dass es so richtig schön war. Man hatte viel Spaß gehabt und trotzdem auch noch jede Menge gelernt. So sollten Ferien immer sein.
(Herbst 2009)
Schülerwettbewerb 2009
Freudestrahlend halten die acht Mädchen der Offenen Ganztagsschule in der Schulstraße den Scheck über 500 € in ihren Händen. Soeben hat die OGATA Kule Kiste erfahren, dass ihr Projekt über die Integration einer neuen Schülerin den ersten Preis erhalten hat. Ralph Caspers, der fast allen Kindern bekannte Moderator der Sendung mit der Maus, überreicht die Urkunde. „Wir haben gewonnen“ jubeln alle miteinander, gemeinsam stellen sie sich dem Blitzlichtgewitter.
Nadine Riemann hat das Projekt in der OGS auf die Beine gestellt. In ihrer Ausbildung zur Familienpflegerin sollte sie eine Schülerbeobachtung durchführen und schon bald fiel ihr eine kleine Chinesin auf, die in der 2. Klasse neu in die Schule gekommen war.
Der Sprache nicht mächtig, anders aussehend, anders riechend war Yong-Li auf der Suche nach Freundschaft. Connie Hoffbauer, der Leiterin der OGS, war schnell klar, dass die Pädagogen den Kindern helfen müssten, sich zu nähern, Und so entstand ein vielfältiges Projekt. Die 8 Mädchen der Theater AG schrieben ein eigenes Stück namens „Die Neue“ und führten das Stück auf. Yong-Li spielte sich selbst und somit in die Herzen ihrer Mitschülerinnen.
Um bei den Wettbewerb des Landesjugendwerkes der AWO teilzunehmen, schrieben sie ihr Theaterstück zu einem Drehbuch um. Der Plot wurde fotografiert und die Texte der Kinder wurden mit SPrechblasen auf die Fotos montiert. Eine eindrucksvolle Mappe ist so entstanden und wurde mit dem ersten Preis belohnt.
Was die Mädels mit den 500 € Preisgeld anfangen? „Die Mädchen möchten gerne ins Phantasialand fahren und gemeinsam einen schönen Tag erleben. Mit dem übrigen Geld werden sie der OGS ein Geschenk machen. Vielleicht unternimmt die gesamte OGS noch eine Ausflug in die Umgebung oder wir kaufen schöne Bastelmaterialien“ erzählt Connie Hoffbauer, „aber das schönste ist für kein Geld der Welt zu kaufen, Yong-Li ist jetzt Teil unserer Gemeinschaft“.
(2009)
Es muss nicht immer die Spielekonsole sein
Schach-AG in der OGS Schulstraße.
Die Kinder heutzutage hocken nur noch vor PC's, Spielekonsolen und dem Fernseher? Ja, davon haben wir auch gehört. Aber in einer OGS, einer Offenen Ganztagsgrundschule, ist das anders. In unserer OGS gibt es all diese Geräte nicht. Und nicht nur das – die Kinder fragen auch nicht danach. Denn das was als Alternativen in der Gruppe geboten wird, ist allemal interessanter, als alleine vor einem noch so interessanten PC-Spiel zu hängen. Aber ausgerechnet Schach? Das Spiel der Könige? Das Spiel mit den vielen Regeln? Das Spiel, bei dem man nicht viel redet, bei dem man richtig lange still sitzt und nur gewinnen kann, wenn man sich und dem Gegner viel Zeit lässt?
Das Schachbrett steht schon seit vielen Jahren in der OGS Schulstraße. Schon seit den Zeiten als es nur eine Übermittags-bertreuung bis 13 Uhr 15 gab. Und auch schon damals wurde immer wieder mal Schach gespielt. Aber im vergangenen Jahr fanden sich immer mehr Schach-Kinder ein, die sich untereinander einmal messen und dabei lernen wollten, noch besser zu spielen.
Im November ging es dann endlich los. Sieben Jungen und ein Mädchen der Jahrgangsstufen 1 bis 4 trafen sich jeden Donnerstag nach den Hausaufgaben und traten zum Schachturnier gegeneinander an. Acht kleine Köpfe, konzentriert eine Stunde lang über vier Schachbretter gebeugt, nur unterbrochen von wenigen hitzigen Debatten, wenn dann doch ab und zu mal Unklarheit herrschte über die ja nicht eben einfachen Schachregeln. Dann, am 22.1.09 war es geschafft. Die letzte Partie war gespielt, das Ergebnis stand fest. Die OGS Schulstraße hatte ihren ersten, offiziellen Schachmeister ermittelt: Maximilian Hildebrandt. Ein hochverdienter Champion, der keine einzige Partie verloren hat, als haushoher Favorit ins Turnier gegangen war und schon so manchem erwachsenen Gegner das Fürchten gelehrt hatte. An dieser Stelle möchte die gesamte OGS noch einmal ganz herzlich gratulieren.
Und nun? Soll es das jetzt gewesen sein? In manchen Familien wurden extra Schachbretter als Geschenke beim Weihnachtsmann bestellt. Einige Eltern haben, trotz ihrer oft begrenzten Zeit, sich breitschlagen lassen, von ihren Spröss-lingen Schach beigebracht zu bekommen und viele Kinder der OGS kamen, als das Turnier schon lief, und meldeten ebenfalls Interesse an. Und dann nur einige, wenige Wochen mit einigen, wenigen Kindern ein kleines Schach-Turnier?
Schade wäre das. Und deswegen hat sich das Team der OGS mit dem Schulleiter, Herrn Baier, zusammengesetzt. Herr Baier wäre bereit, an einem Nachmittag in der Woche einen Raum zur Verfügung zu stellen, in dem sich regelmäßig ein „Schach-Club“ treffen könnte, für alle Mucher Kinder und Jugendlichen Fans des „königlichen Spiels“ oder solche, die es noch werden wollen. Genügend Schachbretter ließen sich finden, das einzige was jetzt noch fehlt, wäre ein schachbegeisterter Jugendlicher oder Erwachsener, der bereit wäre, diesen „Schach-Club“ einmal in der Woche zu betreuen.
Es wäre schön, wenn wir über diesen Weg jemanden finden würden, der ein wenig seiner Freizeit in diese gute Sache investieren würde. Wer Interesse, Lust und Zeit hat, meldet sich bitte in der OGS Schulstraße.
(Frühjahr 2009)
Na, das fängt ja gut an !
Die OGS-Kinder des Schülchens begrüßten die 1. Klässler.
Gerade mal eine Woche hatten die „Kule-Kisten“-OGS-Kinder in der Ferienbetreuung Zeit, um ihr Theater-Singspiel mit der Leiterin, Frau Hoffbauer, einzustudieren. Das Stück „Die verschwundenen Zahlen“ wollten sie am Dienstag, den 5.8., den 1.Klässlern des neuen Jahrgangs und deren Eltern vorführen.
Einige Kinder, die für kleinere Rollen vorgesehen waren, hatten sogar erst am Vortag ihre erste gemeinsame Probe gehabt. Da aber Theaterspielen ganz vielen der „Kule-Kisten“-Kindern ganz besonderen Spaß macht, hatten sich alle so richtig ins Zeug gelegt und das Ergebnis konnte sich dann auch wirklich sehen lassen. Der evangelische Gemeindesaal war bis auf den letzten Platz mit aufgeregten Kindern, Eltern und Verwandten gefüllt, das Lampenfieber der kleinen Künstler stieg und dann konnte es endlich losgehen.
Das Publikum wurde Zeuge, wie die Häschen und die Zwerge den Schulkin-dern ihre Plakate mit Buchstaben und Zahlen klauen, weil sie selber gerne lesen und schreiben lernen möchten. Die Kinder sollten mithelfen, die Diebe ausfindig zu machen und alle zusammen brachten sie schließlich, nachdem das Diebesgut zurückgegeben war, den Hasen und Zwergen bei, wie die einzelnen Zahlen und Buchstaben heißen. Ganz begeistert waren die zukünftigen Schulkinder bei der Sache, als es darum ging, lautstark nach den Schuldigen zu rufen und als die Plakate vorgelesen wurden, konnten ganz viele Kinder die Buchstaben und Zahlen auch schon mit rufen.
Die Lieder, die die Handlung in Abständen auflockerten, waren umgetextete, altbekannte Kinderlieder, in deren Refrain Groß und Klein auch schon bald einstimmen konnten.
Der Applaus für die kleinen Künstler fiel dann auch dementsprechend groß aus. Für die Schulanfänger und ihre Eltern war es sicherlich ein gelungener Willkommensgruß in ihrem neuen Lebensabschnitt und die OGS-Kinder freuten sich darüber, dass sie mal wieder die Gelegenheit hatten, zu zeigen welche Talente in ihnen schlummern.
(Herbst 2008)

